Reality

Réalité

F 2014, 95 Min., Regie: Quentin Dupieux

mit Alain Chabat, Jonathan Lambert, Élodie Bouchez, John Glover

Reality, ein neunjähriges Mädchen, findet eine mysteriöse VHS-Kassette im Bauch eines Wildschweins. Während ihre Eltern deren Existenz abstreiten, entwickelt sie eine regelrechte Obsession, den Inhalt zu sehen. Dennis, ein neurotischer TV-Moderator einer lokalen Kochsendung, leidet an einer imaginären Hautkrankheit mit äußerstem Juckreiz. Getrieben vom Unverständnis seiner Mitmenschen, verliert er sich zunehmend in einen Verfolgungswahn. Jason, Kameramann der Kochsendung, träumt von der Verfilmung seines ersten Horrorfilms, in dem die gesamte Menschheit durch ominöse Wellen, ausgehend von Fernsehgeräten, getötet wird. Voraussetzung für die Zusage des Filmproduzenten ist allerdings, dass Jason innerhalb von 48 Stunden den besten Schmerzensschrei in der Geschichte des Kinos findet.

 

Quentin Dupieux aka Mr. Oizo ist mit seinem sechsten Film nach RUBBER (2010) und WRONG COPS (2013) wieder ein Geniestreich gelungen. Grandios vermischt er die Wahrnehmungswelten der Protagonisten und die der Zuschauer. Die Realität wird zum Traum des einen, verknüpft sich auf verblüffende Weise mit dem Traum eines anderen und entpuppt sich dann als Traum im Traum im Traum. Schräge und witzige Unterhaltung ist garantiert, die im französischen Science-Fiction-Kino ihresgleichen sucht.

 

Quentin Dupieux machte seine ersten Regieerfahrungen am Set von Michel Gondrys Film Midi-Minuit. Seitdem realisiert er seine Filme als überzeugter Autorenfilmer und übernimmt neben Regie und Drehbuch auch die Kamera und die Montage. Außerdem schreibt er unter seinem Musikerpseudonym Mr. Oizo die Soundtracks zu seinen Filmen und ist mit seiner Produktionsfirma Realitism Films auch eigener Produzent. Fans schätzen seine fantastischen und eigenwilligen Stories, seinen Dialog- und Bildwitz und die Cameoauftritte von Marilyn Manson. Seine Filme sind meist Lieblinge von Filmkritikern und feiern ihre Premiere auf internationalen Festivals wie Sundance, Cannes, Locarno, New York und Moskau. Dennoch bleibt er beim deutschen Kinopublikum immer noch ein Geheimtipp.

 

Vorführungen am:

Dienstag, 12.07. 21:15 Uhr

Freitag, 15.07. 21:45 Uhr

Der Film wird in der französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt.