The Woods Dreams Are Made Of

Le Bois dont les rêves sont faits

F 2015, 146 Min., Dokumentarfilm, Regie: Claire Simon

Paris ist um die Ecke, das Rauschen der Stadt noch zu hören und doch ist der Wald von Vincennes ein Ruhepol, ein Ort der Besinnung, ein Zufluchtsort für viele Pariser. Ob Treffpunkt für Homosexuelle, Sportplatz, Meditationsort oder Wohnort für Aussteiger – hier findet jeder sein eigenes kleines Stück Paradies fern vom Alltag. Die Dokumentarfilmerin Claire Simon begegnet und filmt ein ganzes Jahr lang Menschen, die im Bois de Vincennes regelmäßig Zeit verbringen. Der Film ist ein kleines dokumentarisches Meisterwerk über die Verbundenheit des Menschen zur Natur und vereint durch den gemeinsamen Ort verschiedenste soziale Schichten und Generationen.

 

„Im Zentrum dieses dichten Waldes gibt es jene, die versteckt leben, Orte, an denen sich Liebende finden, Exhibitionisten, die darauf warten, entdeckt zu werden. […] Jeder im Bois erzählt, was ihm im Leben wichtig ist und warum er hierher kommt.“ Claire Simon

 

Die französische Filmemacherin Claire Simon ist Drehbuchautorin, Regisseurin, Kamerafrau und Cutterin zugleich. Die Autodidaktin erzielte bereits mit ihren frühen, vom Direct Cinema beeinflussten Dokumentarfilmen wie RÉCRÉATIONS (1992) und COÛTE QUE COÛTE (1995) erste Kritikererfolge. Ihr Spielfilmdebüt SINON, OUI (1997), ein auf einer wahren Geschichte beruhendes Drama über eine Frau, die eine Schwangerschaft vortäuscht und ein Kind entführt, wird – ebenso wie ihre späteren Produktionen ÇA BRÛLE (2006) über eine liebestolle Teenagerin und DAS BÜRO GOTTES (2008) über die Erfahrungen von Sozialarbeiterinnen mit schwangeren Frauen – in die „Quinzaine des réalisateurs“ von Cannes gewählt. Simon lässt in fast all ihren Filmen spielerisch die Grenzen zwischen Fiktion und Dokumentation verschwimmen und versucht dabei, die Essenz der Realität einzufangen.

 

Vorführung am:

Freitag, 15.07. 19:00 Uhr

Der Film wird in der französischsprachigen Originalfassung mit englischen Untertiteln gezeigt.